Geschichte des Schlossbades

Am Vorabend des ersten Weltkrieges, als die größte Blütezeit des Kurortes, dass das „Goldene Zeitalter“ von Karlsbad genannt wird, ihren Höhepunkt erreicht, kommt es zur ersten Verwirklichung des Projekts eines Kurobjekts im Geist der architektonischen Moderne in Karlsbad. Mitten im Herzen des Kurviertels, in dem die wertvollsten Karlsbader Mineralquellen entspringen, wird der Bau eines einzigartigen Ensembles, der Schlosskolonnade eingeleitet. Eine der Grundideen dieses neuen Komplexes war es, die Kolonnade rund um den Oberen Schlossbrunnen auf passende Weise mit der Marktbrunnenkolonnade zu verbinden, sowie die Absicht, dem Herrscher aller Karlsbader Thermen, der an diesem Ort seit jeher die hiesigen Heilquellen zum Nutzen künftiger Generationen hütet, einen würdevollen Tempel zu errichten.

In dem umfangreichen Wettbewerb zur Auswahl des Projekts siegte 1909 der Architekt B. Ohmann. Dieses wurde dann in den Jahren 1911 - 1913 zur Schlosskolonnade errichtet. Diese blieb in nahezu unveränderter Form erhalten - bis zu ihrer grundlegenden Rekonstruktion und zum Umbau zum Schlossbad im Jahre 2000. Sein Können in der Verwendung und genialen Kombination verschiedener Baustile bewies B. Ohmann auch dadurch, dass er im oberen Teil seines Bauwerks ein malerisches, von der Architektur der Antike inspiriertes Rondell beließ. Dieses Rondell ist als Wahrzeichen des Kurwesens eines der schönsten und charakteristischsten Symbole dieser traditionellen Handwerkskunst von Karlsbad geblieben.

Unter Bewahrung aller wesentlichen architektonischen Elemente kommt es in den Jahren 2000 - 2001 zu einer durchgreifenden Rekonstruktion aller Bereiche der Schlosskolonnade und ihrer großzügigen Adaptation zu einer neuen Kureinrichtung, die fortan „Schlossbad“ genannt wird. Hauptanliegen des Schlossbades - Zámecké lázně - ist die Rückkehr zur traditionellen Karlsbader Kur. Überschwänglicher Komfort, zauberhaftes Ambiente und individuelle Zuwendung – das war das besondere Extra, das die Besucher im „goldenen Zeitalter“ von Karlsbad anzog. Dies (und noch viel mehr) kann man heute wieder erleben – dank des Schlossbads – Zámecké lázně.

Legende des Quellengeistes

Einer alten Legende zufolge soll gerade an der Stelle, an der heute das Schlossbad - Zámecké lázně steht, früher der geheimnisvolle Quellengeist - der Hüter aller Karlsbader Quellen gehaust haben, der die Quellen vor dem Auslaufen aber auch vor zerstörerischen Naturgewalten schützte. Die hiesigen Quellen wurden jedoch mehr und mehr von den drei mächtigsten dieser Gewalten, nämlich Feuer, Wasser und Wind bedroht sodass nicht allein den Quellen, sondern auch der Stadt Karlsbad der völlige Verderb drohte.

Deshalb entschloss sich der Quellengeist eines Tages zu einer äußerst schwierigen und riskanten Tat, die allein er dank seiner Macht und tausendjährigen Weisheit vollbringen konnte: Er verbannte die unfügsamen und gefährlichen Naturgewalten in den Fels und zog sich selbst ins Berginnere zurück um seinen Quellen so nahe wie möglich zu sein. Weil er aber nicht nur stark, sondern auch weise war, war er sich bald darüber im Klaren, dass er Feuer, Wasser und Wind nicht für immer im Felsen gefangen halten konnte. Darum lässt er sie alle zwei Stunden unter strenger Aufsicht ins Freie damit sie sich einen Moment austoben können. Dieses Freiheitsritual beginnt damit, dass der Quellengeist im Sonnenhof ein Feuer entzündet, dessen Strahlen bei der Wanderung über das Firmament die Felsen ringsum erschüttern, die sich darauf hin langsam öffnen.

Unter dem Tosen herabstürzenden Gesteins entweicht zuerst der Sturm seinem Felskerker, um sich mit Blitz und Donner seiner kurzen Freiheit zu erfreuen. Nachdem sich die letzte Naturgewalt – das Wasser ausgetobt hat, verlässt der Quellengeist das Erdinnere, um mitten im Becken in voller Kraft zu erscheinen und alle Gewalten wieder zu bändigen und sie wieder in ihr unterirdisches Gefängnis zu verbannen. Hiermit kehrt wieder Ruhe und Frieden im Schlossbad und in der ganzen Stadt Karlsbad ein. Am Himmelszelt ziehen Schäfchenwolken auf und die Luft ist voller Vogelgezwitscher. Die still aus der Erde sprudelnden Mineralquellen schenken dem Menschen das Wichtigste, was er braucht – echte Gesundheit. Für die Liebe muss jeder selbst sorgen.

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